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05.04.2016

Übergänge?

Alle erleben Wandel, Veränderungen, Transformation. ‚Change Management‘ boomt.
Was geschieht im Wandel: Wachstum? Zerfall? Erneuerung? Natur- und andere Zyklen? Annäherung an ein Ziel – an Heilung, an einen attraktiven Zustand?
In der Chaosforschung spricht man von Attraktoren, die zu neuen Ordnungen ziehen, denen sich chaotische Vorgänge annähern. So können wir auch vom Ordnungspotential des Chaos sprechen, von der Möglichkeit zu einer Ordnung, die im Chaos noch verborgen ist, die vom Chaos geboren werden will.
Können wir mit Hilfe unseres Geistes womöglich diese Attraktoren antizipieren? Die Ordnungen der Zukunft erahnen, mit ihnen in Resonanz gehen? Und damit schon frühzeitig zur Ent-Faltung der neuen Strukturen im Chaos eines Übergangs beitragen?
Sind unterschiedliche Begriffe wie Intuition, Inspiration, Wahrnehmen von Soll-Zuständen (in meinem Modell der kommunikativen Selbstregulation) und ,pre-sencing‘ (im U-Prozess nach Scharmer)  womöglich verschiedene Blicke auf dieses Phänomen der Antizipation, der Vorwegsicht auf noch verborgene Attraktoren? Sind diese Attraktoren womöglich als Gegenwärtigkeit von Informationen der Zukunft zu verstehen? Ganz so wie die Mathematik sie als komplexe Zahlen / Funktionen beschreibt?
Gibt es Methoden für einzelne Menschen und/oder für Gruppen, die unsere Wahrnehmungsfähigkeit für Attraktoren erhöhen?
Ich halte einen Anfang für wichtig, darüber zu kommunizieren, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, über die wir uns darüber austauschen können. Bislang erlebe ich viele unterschiedliche Menschen, die mit unterschiedlichen Methoden aus verschiedenen Denktraditionen m.E. ähnliches tun. Da aber weder die eine noch die andere Denktradition allgemein kulturell anerkannt ist, gehen die Sprachen über gleiche Phänomene auseinander, ohne in kooperativen Bezug zueinander zu finden. Deshalb ist mein Vorschlag zur Kooperation, die Begrifflichkeiten der Chaosforschung wie auch komplexer adaptiver Systeme als gemeinsame zu nehmen, da diese noch am wenigsten ideologisch belastet sind. Und dass wir jeweils andere Begriffe versuchen mit diesen Begriffen in Bezug zu bringen. Das bedeutet, dass wir z.B. beschreiben, was ein persönlicher Wunsch oder ein Annäherungsziel speziell ausmacht im Vergleich mit dem Begriff Attraktor allgemein. Oder in welchem Bezug die Qualitäten der Jahreszeiten zu Attraktoren stehen.
Kooperation mit Herz und Geist ist für mich ein sehr wirksamer Attraktor, der uns durch Übergänge leiten kann – auch global und geistig, über kulturelle, ideologische und religiöse Schranken hinweg.
Herzlich Theo

theo - 23:03:29 | Kommentar hinzufügen

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